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Vier Sterne fürs Stade de Suisse Wankdorf Bern
Das Stade de Suisse Wankdorf Bern ist nach dem St. Jakob Park in Basel das zweitgrösste Fussballstadion der Schweiz und umfasst 31 783 Plätze. Die Heimstätte des Fussballvereins BSC Young Boys wurde nach dem Abriss des alten Wankdorfstadions 2001 gebaut und 2005 fertig erstellt.

Das Stade de Suisse Wankdorf Bern bietet neben der Funktion als Fussballstadion auch eines der grössten Einkaufszentren der Schweiz, eine Schule, mehrere Wohnungen und ein Solarwerk. Der europäische Fussballverband (UEFA) hat die Arena als Vier-Sterne-Stadion klassifiziert. Im Frühling 2006 wurde der Rasen durch ein Kunstrasenfeld ersetzt. Da für die Europameisterschaft im Juni 2008 Naturrasen vorgeschrieben wurde, musste die Spielfläche vorübergehend wieder gewechselt werden.
Vor allem das alte Wankdorf ist weltbekannt und verfügt über eine interessante Geschichte. Am 18. Oktober 1925 wurde das erste Wankdorfstadion gebaut. Im Laufe der Jahre wuchs die Kapazität bis auf 42 000 Zuschauer an. Für die Fussball-Weltmeisterschaft 1954 wurde das Wankdorf abgerissen und vollständig neu für 64 000 Zuschauer gebaut. Das WM-Endspiel 1954 zwischen Deutschland und Ungarn ging als „Wunder von Bern“ in die Geschichte ein. Die favorisierten Ungarn unterlagen den Deutschen mit 2:3.
Sportliche Highlights erlebte das Berner Fussballstadion nebst der WM einige. 1961 wurde das Finale im Europapokal der Landesmeister und 1989 das Pokalsieger-Finale in Bern ausgetragen. Im Juni 2008 fanden drei Gruppenspiele der EM statt.
Eine Innovation ist das ins Stadiondach integrierte Sonnenkraftwerk. Es ist das weltweit grösste seiner Art. Die Solarzellen besitzen eine maximale Leistung von 859 kW. Das Openair auf dem Berner Hausberg Gurten, das Gurtenfestival, bezieht seit 2005 seinen gesamten Stromverbrauch von diesem Kraftwerk.
YB: Schule und Sport Um die Kombination Schule und Sport für Spieler im Junioren-Spitzenfussball optimal zu gestalten, führt der BSC Young Boys seit dem Sommer 2003 eigene Klassen in der Schule Länggasse. Junge, talentierte Fussballspieler werden in den drei Jahren der Oberstufe (7. bis 9. Klasse) aufgenommen und gezielt gefördert. Die Schüler sollen eine optimale Begabtenförderung in den oberen Schuljahren der obligatorischen Schulzeit geniessen können. Mit wöchentlich drei zusätzlichen Trainingseinheiten soll diese Begabtenförderung auf fussballerisch hohem Niveau unterstützt werden.
Die Young Boys haben eine grosse Juniorenabteilung und investieren intensiv in diese. So haben sich die Ausgaben seit 2000 mehr als verdoppelt und liegen inzwischen bei über zwei Millionen Franken. Die Berner besitzen eine U12-, U13-, U14-, U15-, U16-, U17-, U18- und eine U21-Mannschaft (YBII). Ausserdem hat YB eine Fussballabteilung für Kinder im Alter von acht und neun Jahren. Das «Selection-Team» ist für Kinder im zehnten Lebensjahr gedacht. Die inzwischen besser ausgebaute Nachwuchsabteilung bringt auch regelmässig Nachwuchsspieler in die erste Mannschaft der Berner.
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